Sondermaschinenbau und Rationalisierung

Der Sondermaschinenbau ermöglicht es vielen produzierenden Unternehmen, mit bedeutend weniger menschlichen Arbeitskräften auszukommen. Zwar sind an einer Maschine immer jeweils drei Menschen beschäftigt, da die meisten Maschinen ja im Dreischicht Betrieb durchlaufen; auch ein Springer ist meistens noch in jeder kompletten Schicht eingestellt, der kranke oder im Urlaub befindliche Kräfte vertritt. Doch die Zahl der Menschen, die beschäftigt werden könnte, würde der Sondermaschinenbau nicht existieren, wäre bedeutend höher.

Natürlich muss im Wandel der Zeit heute alles schneller, besser und effektiver funktionieren. Deswegen geht man dazu über, die nicht berechenbare Leistung von Menschen auf Maschinen aus dem Sondermaschinenbau umzustellen. Maschinen sind nie müde, brauchen keine Pausen, und sind nie krank, sondern höchstens einmal für wenige Stunden defekt. Auch hier ist ein Störungsdienst entweder vor Ort, oder zumindest innerhalb weniger Stunden angereist, um den Defekt zu beheben.

Die Schnelligkeit und Präzision, mit der die Maschinen aus dem Sondermaschinenbau arbeiten, ist nicht von Menschenhand nachzumachen. So schafft es zum Beispiel der schnellste Konditor nicht, 12 Sahnetuffs in der gleichen Zeit und der gleichen Beschaffenheit zu machen, wie eine Maschine in der Produktion von Tiefkühltorten.

Die Anschaffung einer individuell auf das Unternehmen abgestimmte Maschine bei einer Firma aus dem Bereich Sondermaschinenbau ist zwar sehr kostenintensiv, kann aber durch eingesparte Lohnkosten und gesteigerte Produktionszahlen schnell wieder herein gearbeitet werden. Leider ist die unangenehme Begleiterscheinung, dass in Abteilungen, in denen früher etliche Menschen arbeiten, der Löwenanteil der Arbeit nun von den Maschinen aus dem Sondermaschinenbau erledigt wird. Dies ist mit ein Faktor, der die hohen Zahlen der Arbeitslosen begründet.

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